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Fähnrich
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also das unsterblichen-dings klingt auf jeden fall interessant, ma gucken, ob ich da in der bibo mal was finde... Grafik Grafik




Realität ist etwas für Leute mit zu wenig Fantasie - Reality Sucks!

16.11.2005, 12:56

 
Fähnrich
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*auch mitmachen will*
ich steh zwar nicht ganz so tief in der materie, aber ich bin auch eine richtige leseratte Grafik

ich lese so ziemlich alles... history, (familien)sagas, fiction, scince fiction und alle möglichen anderen genres.

zu meinen lieblingsbüchern gehören die bänderreihe "kinder der Erde", "asha", und "familienalbum" von kate atkinson(das buch haat mich auch zu meinem namen inspiriert^^)

zur zeit lese ich "Insel des Lichts" von kristin Hannah

ich bin noch nicht sehr weit, aber ich kann schon sagen es ist sehr gut geschrieben. das ganze buch ist einfach nur zum heulen und die bissigen gespräche zwischen den beiden hauptpersonen nora brighe und ihrer tochter ruby sind einfach nur genial! es ist keine von diesen typischen mutter-tochter schnulzen, sondern es wird auf eine rührende und nachdenkliche art und weise dargestellt wie sich die beiden nach mehr als 10 jahren wieder begegnen, wie sie gezwungen sind eine weile miteinander zu leben, der hass der tochter auf die mutter weil diese sie verlies...
das buch ist wirklich super!!!




"I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by." Douglas Adams

16.11.2005, 13:28

 
Fähnrich
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Apropos Mutter-Tochter-Geschichten. Eine hab ich auch gelesen, und die wahr wirklich gut (obwohl sie von einer Frau stammte) Grafik Hier meine Rezension dazu:


Titel: Die Geisterseherin
OT: The Falling Woman
Autorin: Pat Murphy
Seiten: 261
ISBN: keine; Buch exklusiv über den Verlag zu beziehen
Verlag: Blitz-Verlag; 2004; limitierte Auflage


Elizabeth Butler besitzt eine besondere Fähigkeit: sie kann die Schemen längst vergangener Zeiten sehen: prunkvolle Gebäude, die heute nur noch Ruinen sind, Verstorbene bei ihrem Jahrtausende zurückliegenden Tagwerk. Diese Fähigkeit brachte sie einst in eine Nervenheilanstalt und letztendlich auch dazu, Mann und Tochter zu verlassen, um ihrer "wahren" Berufung zu folgen: der Archäologie. Und nun leitet die mittlerweile renommierte Forscherin die Ausgrabungen in einer alten Maya-Metropole in den Wäldern Yucatans. Eines der Schemen, die sie dort zwischen den verfallenen Gebäuden heimsuchen, ist der Geist der Priesterin Zuhuy-Kak, welcher im Gegensatz zu den anderen Visionen in der Lage ist, mit Elizabeth zu kommunizieren und sie so in die Geheimnisse der untergegangenen Stadt einzuweihen.

Eines Tages taucht Elizabeths erwachsene Tochter Diane im Camp auf. Nach dem Tod ihres Vaters, bei dem sie von klein auf lebte, versucht auch sie, die Vergangenheit zu begreifen, den Grund, weshalb ihre Mutter sie einst im Stich ließ; und sie möchte eine normale Beziehung zu der ihr fremden Frau aufbauen. Obwohl Elizabeth schroff und abweisend reagiert, kann ihr Kollege und alter Freund Tony die Archäologin überreden, Diane vorübergehend als Hilfskraft im Team mitarbeiten zu lassen.

Schon bald spitzen sich die Ereignisse zu. Dank ihrer Fähigkeiten entdeckt die Forscherin einen versteckten, geheimnisvollen Tempel, während der nunmehr sehr "stoffliche" Geist Zuhuy-Kaks die Rückkehr einer alten Maya-Göttin prophezeit; und falls Elizabeth bereit ist, das zu opfern, was sie am meisten liebt, würde sie zu einer mächtigen Frau werden.



Patrice Anne Murphy erhielt 1987 für "The Falling Woman" den Nebula-Award. Dass es dennoch fast 20 Jahre dauerte bis dieser Roman seinen Weg nach Deutschland gefunden hat, wirft ein trübes Licht auf die Szene der "deutschen" Großverlage, denen aus absatzpolitischen Gründen klare Genre-Grenzen und damit wohl definierbare Zielgruppen wichtiger zu sein scheinen als literarische Qualität.

Seinem Wesen nach ist "Die Geisterseherin" eine ruhige, psychologisch fundierte Analyse einer problembehafteten Mutter-Tocher-Beziehung vor einem magisch-realistischen Hintergrund.
Im ersten Augenblick ist man daher und auf Grund der Tatsache, dass es von einer Frau geschrieben wurde, geneigt, das Buch als einen "fantastischen", aber dennoch typischen Frauenroman anzusehen. Dieses wird allerdings dem Buch keinesfalls gerecht, denn die vermittelten Erfahrungen und Probleme der Protagonistinnen sind universell. Es geht um den Preis, den ein Mensch bereit ist, für die Verwirklichung eines Traumes zu bezahlen, um die Freiheit des Willens, um die Notwendigkeit des Nehmens und Gebens in einer Beziehung.

Mit Elizabeth und Diane Butler schuf Murphy zwei komplexe, psychologisch ausgefeilte Charaktere, die in ihren Schwächen und Stärken kein simples Schwarz-Weiß-Schema bedienen. Elizabeth´ misanthroper, sarkastischer und zuweilen zynischer Charakter auf der einen Seite und ihre Hingabe und Begeisterung für die Wissenschaft sowie die Fähigkeit, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, auf der anderen, machen sie zu einer Figur, die man zwar nicht lieben muss, die man jedoch verstehen kann.
Diane erscheint anfangs eher als verzogenes "Kind", das nicht spürt, wann es unerwünscht ist, bzw. das die Wünsche anderer ignoriert, beweist aber im Laufe der Geschichte Stärke, Durchhaltevermögen und schließlich ein tieferes Verständnis für die Dilemmata der Mutter.
Die dritte Frau im Bunde, die Priesterin Zuhuy-Kay, bleibt hingegen ephemer, schemenhaft. Ihre Rolle ist lediglich die eines Katalysators, welcher Elizabeth in die Auseinandersetzung mit ihrer Tochter und dem eigenen Wertesystem zwingt. Die restlichen Figuren des Romans sind zwar nur mehr -Tony, Barbara- oder weniger -Emilio, Marcos- bedeutsame Statisten, dennoch besitzen auch sie in ihrem Auftreten genug Tiefe, um als Individuen wahrgenommen zu werden.

Doch nicht nur hinsichtlich der Beziehungsebene weiß "Die Geisterseherin" zu überzeugen; auch die Handlungsebene unterscheidet sich positiv vom belletristischen Mainstream. Der Verzicht auf plumpe, reißerische Action alá Indiana Jones oder Lara Croft lässt keine Zweifel daran, dass Archäologie in erster Linie als Wissenschaft und weniger als Abenteuer zu sehen ist, und immer wenn Murphy ihr Augenmerk darauf richtet, ist ihre Erzählung einerseits unsentimental und distanziert und andererseits doch voller wissenschaftlichem Enthusiasmus. Sie schildert das Alltagswerk der Archäologen, verwaltungstechnische Fährnisse und die Unbequemlichkeiten eines "naturnahen" Arbeitens auf eine so bildhafte und lebendige Weise, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.

Die metaphysischen, phantastischen Aspekte spielen in diesem Roman eine untergeordnete Rolle, da die Story selbst dann noch funktioniert, wenn man die Geistererscheinungen als Visionen einer psychisch kranken Frau ansieht. Die Spannung und intensive Atmosphäre der Geschichte resultiert daher nicht primär aus der Konfrontation mit dem Übernatürlichen, sondern vielmehr aus der Auseinandersetzung mit den eigenen, inneren "Dämonen". Von elementarer, atmosphärischer Bedeutung sind allerdings auch die fundierten Kenntnisse und das Einfühlungsvermögen der Autorin, welche sich in Elizabeths Visionen manifestieren. So vermittelt Murphy das Gefühl, eine längst untergegangene Kultur hautnah -durch Elizabeths Augen- mitzuerleben, und zwar nicht nur in ihren historischen Brennpunkten, sondern gerade auch im alltäglichen Leben.
Ein Exkurs in das zyklische Kalendersystem der Maya und deren Götterwelt runden das positive Faktenbild ab und in Teilen erinnert "Die Geisterseherin" durchaus an John L. Stephens fesselnden Reisebericht "In den Städten der Maya" (... wer dieses Buch noch nicht kennt, dem sollte Murphys Roman als Lese-Anlass dienen).

Schlussendlich ein paar Worte zum formalen Aufbau: der kapitelweise Wechsel der Erzählperspektive zwischen zwei Ich-Erzählerinnen, Elizabeth und Diane, ist anfangs gewöhnungsbedürftigt, hemmt aber den Fluss der Geschichte nicht, da sich die beiden Protagonistinnen in ihrem Urteilen und Verhalten deutlich genug unterscheiden, wobei aber Dianes Parts durchaus etwas mehr Esprit und Jugendlichkeit hätte vertragen können.

Fazit: Ein lebendiger und doch ruhiger, ein lehrreicher, jedoch nicht belehrender Roman, dessen intensive, magisch-realistische Atmosphäre den Leser bis zum Schluss zu fesseln weiß. Zu recht preisgekrönt!




Das Wort "Vegetarier" kommt aus dem indianischen und heißt "zu blöd zum Jagen"!!

16.11.2005, 13:56

 
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@Deus Irae
"Die Geisterseherin" kenne ich auch und fand es klasse.

@Jubilee
Michael Moore ist echt zu empfehlen.Ich habe auch einige Bücher von ihm.Er schreibt witzig und macht trotz deutlich auf die Mißstände in den USA aufmerksam.
Gelesen habe ich von ihm:
Stupid White Man
Volle Deckung, Mr. Bush
Hurra,Amerika!
Verraten und verkauft (Briefe von der Front)

Im letzten geht es um Briefe,die Michael Moore von amerikanischen Soldaten aus dem Irak bekommen hat.Echt erschreckend.




The truth is out there

16.11.2005, 15:42

 
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ich find ihn auch klasse. Grafik lesen tu ich ja grad querschüsse, und stupid white men und volle deckung mr bush krieg ich zu weihnachten Grafik




Realität ist etwas für Leute mit zu wenig Fantasie - Reality Sucks!

16.11.2005, 15:45

 
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@Jubilee
Querschüsse kenne ich natürlich auch.Hatte es bloß in meiner Aufzählung vergessen. Grafik




The truth is out there

17.11.2005, 16:50

 
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Bis auf "Hurra, Amerika" und "Briefe von der Front" habe ich von den oben genannten alle Bücher gelesen .
Moore hat einen interessanten Schreibstil und wirkt auf mich sympathisch.

Die Frage ist nur ob alles unbedingt so stimmt wie er es schreibt.




http://martinre.deviantart.com/

17.11.2005, 18:10

 
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Ich habe heute von Stan Nichols "DAS Magische Zeichen bekommen". Das BUch scheint ganz interessant zu sein obwohl ich gerade erst anfange darin zu lesen.Hat von euch schonmal jemand was von ihm gelesen? Grafik




The truth is out there

18.11.2005, 16:14

 
Fähnrich
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nein ich habe noch nix von stan gelesen.

ich find auch das moore einen sehr guten schreibstil hat. mein vater hat eines seiner bücher und es war wirklich gut zu lesen!

vielleicht besorg ich mir mal die geisterfrau^^ klingt interessant Grafik




"I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by." Douglas Adams

18.11.2005, 16:26

 
Fähnrich
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joa also ich find moore auch interessant Grafik und warum sollte es denn nich stimmen?
hab heut in der bibo ein buch gefunden, nach der theorie des autors sind das 10. bis 13. jh (ich glaub die warns) nur eine erfindung der geschichtsschreiber... Grafik habs noch nich angefangen, klingt aber sehr interessant Grafik




Realität ist etwas für Leute mit zu wenig Fantasie - Reality Sucks!

18.11.2005, 20:46

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